Quietschende Bremsen: Ursachen und Reparatur

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Fast jeder Autofahrer musste sich schon einmal mit quietschenden Bremsen auseinandersetzen. Aber geht davon eine Gefahr aus? MeinAuto.de klärt auf und zeigt, was die Ursachen für die Quietschgeräusche sein können.

Vielfälige Ursachen

Die Ursachen für quietschende Bremsen können zahlreich sein. Im Winter verursacht Streusalz Probleme, im Sommer können Staub und Pollen ausschlaggebend sein. Bei einer langen Standzeit setzt sich zusätzlich Schmutz und Rost auf den Bremsscheiben ab. Typische Usachen sind:

  • Schmutz
  • Rost
  • Bremsstaub
  • Streusalz
  • Pollen

Gegen den Schmutz hilft eine einfache Reinigung, der Rost verschwindet nach einigen Bremsvorgängen von alleine wieder. Auch ein Besuch der Waschanlage kann helfen. Aber Achtung: Nach einer Autowäsche kann die Bremskraft noch eingeschränkt sein – langsames, kontrolliertes Einbremsen kann hier helfen, die volle Bremskraft wieder herzustellen.

 

Bei diesen Ursachen sollten Experten ran

Aber nicht alle Ursachen für quietschende Bremsen lassen sich so einfach beseitigen. Manche Auslöser sollten von Experten in der Werkstatt begutachtet werden. Dazu zählen:

  • Abgenutzte Bremsbeläge
  • Überlastete/überhitzte Bremsen
  • Neue/falsch eingebaute Bremsen
  • Nicht kompatible Bremsbauteile
  • Bremschäden nach langer Standzeit des Autos

Bei einer dauerhaften Nutzung der Bremse kommt es zur Überhitzung. Die zu starke Wärme führt zu Gasen und Harzen, die eine glasartige Schicht bildet. Zudem kann die Bremsscheibe verziehen, sodass diese gegebenenfalls ausgetauscht werden muss.

Doch auch beim Ersetzen des Bremsbelags in der Werkstatt kann es zum anschließenden quietschen der Bremse kommen. Der Belag muss angeraut werden, sollte nur der Belag und nicht auch die Bremsscheibe getauscht werden. Wird dies vergessen, muss die Werkstatt erneut aufgesucht werden. Zusätzlich ist ein Besuch in der Werkstatt sinnvoll, wenn unpassende Teile getauscht wurden.

Bremsbeläge prüfen

Gerade vor langen Fahrten und Urlauben sollten die Bremsbeläge überprüft werden. An vielen Autos sind farbige Verschleißmarken angebracht, um den Zustand eines Bremsbelags anzuzeigen. Neuere Fahrzeuge können den Zustand ganz einfach durch eine elektronische Verschleißanzeige anzeigen.

 

Abgenutzte Bremsbeläge wechseln

Nach 10.000 bis 15.000 Kilometern empfiehlt es sich, bei starker Nutzung die Bremsbeläge zu wechseln. Gerade auf bergigen Strecken oder unbefestigten Straßen werden Bremsen übermäßig stark beansprucht. Wer vorausschauend fährt, kann den Wechsel auf bis zu 100.000 Kilometer herauszögern.

Sind die Bremsbeläge weniger als drei Millimeter dick, musst Du sie auf jeden Fall austauschen lassen. Hörst Du während des Fahrens ein schleifendes oder kratzendes Geräusch, sind die Bremsbeläge meistens abgenutzt. Es ist am besten, alle Bremsbeläge an Vorder- und Hinterreifen zu wechseln, wenn Du merkst, dass sie abgenutzt sind.

 

Kosten einer Reparatur

Wie bei allen Reparaturen können die Kosten aufgrund verschiedener Faktoren unterschiedlich ausfallen. Das Wechseln der Bremsbeläge fängt meist bei 150 Euro an. Das gilt für zwei Beläge, da diese immer im Paar gewechselt werden. Ab 400 Euro geht es beim Wechsel der Bremsscheiben los, teurer wird es bei größeren Fahrzeugen.

 

 

 

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